Wirtschaftsrat mit CDU-Nähe fordert Anpassungen am GlüStV 2021 vor der Überprüfung 2026

Leon Müller · Jul 23, 2026

Wirtschaftsrat mit CDU-Nähe fordert Anpassungen am GlüStV 2021 vor der Überprüfung 2026

Aktuelle Entwicklungen im deutschen Glücksspielmarkt mit Fokus auf regulatorische Reformen

Ein Vorschlag des Wirtschaftsrats, der enge Verbindungen zur CDU aufweist, zielt darauf ab, den GlüStV 2021 vor der verpflichtenden Überprüfung Ende 2026 zu reformieren, wobei die Kritik an der 5,3-Prozent-Abgabe auf Einsätze bei Online-Slots statt auf Bruttospielerträgen im Zentrum steht und weitere Punkte wie das maximale Einsatzlimit von einem Euro pro Spin, fragmentierte Lizenzvergabe sowie restriktive Vorschriften einbezieht, die legale Anbieter gegenüber dem illegalen Markt benachteiligen.

Die Initiative betont die Notwendigkeit einfacherer Lizenzverfahren, kontinuierlicher unabhängiger Forschung, einer ausgewogenen Berücksichtigung des Zugangs für erwachsene Konsumenten neben dem Spielerschutz sowie verstärkter Maßnahmen gegen unlizenzierte Betreiber, während der Zeitrahmen bis Juli 2026 als relevant für anstehende Entscheidungen gilt und die Debatte um die bestehenden Regelungen neu entfacht.

Hintergründe zum Staatsvertrag und seiner geplanten Überprüfung

Der GlüStV 2021 regelt seit seiner Einführung den Glücksspielmarkt in Deutschland mit einheitlichen Standards für Lizenzierung, Werbung und Spielerschutz, doch die vorgesehene Überprüfung am Ende des Jahres 2026 eröffnet nun Raum für Anpassungen, die der Wirtschaftsrat als dringend erforderlich ansieht, weil aktuelle Bestimmungen wie die Abgabe auf Bruttospielerträgen nicht umgesetzt wurden, sondern stattdessen eine 5,3-Prozent-Levy auf die Einsätze bei Online-Slots gilt und dadurch die Wettbewerbsfähigkeit legaler Anbieter beeinträchtigt wird.

Kernpunkte der Kritik im Detail

Die fragmentierte Lizenzstruktur führt laut dem Vorschlag zu Ineffizienzen, während das Einsatzlimit von einem Euro pro Spin und weitere restriktive Auflagen den legalen Sektor schwächen und gleichzeitig den illegalen Markt stärken, wobei die Forderung nach stärkerem Vorgehen gegen unlizenzierte Anbieter mit der Notwendigkeit einhergeht, unabhängige Forschung kontinuierlich zu fördern und den Zugang für erwachsene Verbraucher mit Schutzmechanismen in Einklang zu bringen, wie in Berichten der Alcohol and Gaming Commission of Ontario hervorgehoben wird.

Beobachter stellen fest, dass diese Elemente zusammenwirken und die Marktanteile legaler Anbieter unter Druck setzen, während Daten aus verschiedenen Studien auf Verschiebungen hinweisen, die durch die aktuelle Abgabenregelung und die Lizenzfragmentierung verstärkt werden.

Regulatorische Anpassungen und Marktanalysen im Kontext des GlüStV 2021

Forderungen nach vereinfachten Verfahren und ausgewogenen Ansätzen

Der Vorschlag ruft zu einfacheren Lizenzverfahren auf, die den Zugang für regulierte Anbieter erleichtern sollen, während gleichzeitig unabhängige Forschungsinstitute kontinuierlich Daten erheben und auswerten, um fundierte Entscheidungen zu ermöglichen, und die Betonung auf dem Schutz erwachsener Konsumenten neben dem Spielerschutz liegt, wobei Maßnahmen gegen illegale Anbieter intensiviert werden müssen, um ein faires Spielfeld zu schaffen und die Marktintegrität zu wahren.

Experten haben beobachtet, dass solche Reformen in anderen Regionen wie Australien durch das Australian Gambling Research Centre bereits zu positiven Entwicklungen geführt haben, und verweisen auf ähnliche Prinzipien, die in der Europäischen Union im Rahmen des Binnenmarktes diskutiert werden.

Zeitlicher Kontext und Auswirkungen bis 2026

Im Juli 2026 steht die Überprüfung des GlüStV 2021 unmittelbar bevor, sodass der Vorschlag des Wirtschaftsrats als Impuls für die politische Debatte dient und die genannten Kritikpunkte wie die Abgabenstruktur, das Einsatzlimit sowie die Lizenzvergabe in den Fokus rückt, während die Notwendigkeit unabhängiger Forschung und eines ausgewogenen Ansatzes zwischen Verbraucherzugang und Schutz hervorgehoben wird, um den illegalen Markt wirksam einzudämmen.

Zusammenfassung

Der Vorschlag des Wirtschaftsrats mit CDU-Verbindungen präsentiert konkrete Reformvorschläge zum GlüStV 2021, die vor der Überprüfung Ende 2026 umgesetzt werden könnten, und adressiert die 5,3-Prozent-Abgabe auf Einsätze, das Einsatzlimit von einem Euro, die fragmentierte Lizenzierung sowie restriktive Regeln, die legale Anbieter gegenüber illegalen Konkurrenten benachteiligen, wobei Forderungen nach einfacheren Verfahren, kontinuierlicher Forschung, ausgewogenem Verbraucherzugang und stärkerem Vorgehen gegen unlizenzierte Betreiber im Vordergrund stehen und den Weg für zukünftige Anpassungen ebnen.